Textile Skulpturen
Was deine Hände wissen, hat oft noch keinen Namen
Textile Skulpturen
Oder auch Healing Dolls, heilende Puppen. Menschen formen seit Jahrtausenden Figuren. Aus Ton, aus Stoff, aus dem, was sie gerade in den Händen haben. Nicht um etwas herzustellen, sondern um etwas zu halten. Um sich selbst zu halten.
Eine textile Skulptur entsteht langsam. Lage für Lage wird etwas hinzu gefügt. Gefilzt, genäht, gewickelt, geknotet, auf unzählige Weise können textile Skulpturen entstehen. Und in diesem Prozess passiert etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Was wir in die Figur hineinlegen, schaut uns am Ende an. Sie wird zum Spiegel. Sie zeigt, was in uns bereits da war.
Das ist so viel mehr als eine Bastelarbeit. Es ist eine uralte Form der Begegnung mit sich selbst.
Ich habe diese Arbeit bei zwei außergewöhnlichen Frauen gelernt. Bei Barb Kobe, die seit Jahrzehnten mit Healing Dolls arbeitet und weiß, dass die Puppe nicht heilt, sondern zurückspiegelt, was in uns bereits heilen kann. Und bei Helen Layfield, die textile Figuren als Ausdruck von Identität und Geschichte versteht. Intuitiv, ohne Plan, dem Material folgend.
Aus beiden Einflüssen ist meine eigene Praxis gewachsen. Die Puppen, die ich mache, erzählen meine Geschichte. Die Puppen, die in meinen Workshops entstehen, erzählen die Geschichten der Menschen, die sie fertigen.
Wenn dich das neugierig macht, bist du herzlich eingeladen weiterzulesen.



